Ausbildung als Streuobstpädagogen 2025
Nachdem im Jahr 2025 die Internationale Streuobst-Pädagogik-Akademie (kurz ISA) gegründet und die Standards für die Ausbildung der Streuobstpädagoge*innen auf ein neues Niveau gehoben wurden, haben wir auch für Thüringen einige Veränderungen vorgenommen.
Erstmalig übernahmen die frisch gebackenen Ausbildungsleiterinnen Katrin Karpe und Elka Komitova die komplette Ausbildungsleitung eines Jahrgangs.
Unterstützung hatten Sie von bewährten und einigen neuen Gastreferenten aus Thüringen für die einzelnen Fachthemen (wie Vögel, Bienen, Botanik, Insekten. Fledermäuse, Ernährung, Obstsorten). Kooperationspartner der ISA für die Ausbildung in Thüringen sind weiterhin der Ilmtal Streuobst e.V. in Kromsdorf gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. (Vippachedelhausen).
Das Besondere an der Ausbildung ist nach wie vor der radikale Praxisbezug: Alles wird selbst ausprobiert und an 2 Praxistagen mit realen Kindergruppen der Grundschule Kromsdorf-Oßmannstedt umgesetzt. So besuchten uns im August etwa 80 Kinder der Klassenstufe 2-4 und im November über 100 Kinder der Klassen 1-4. Dabei entstanden sehr schöne Projekte, bei denen sowohl die werdenden Streuobstpädagog*innen als auch die Kinder sehr viel Spaß hatten.
Von den 20 Teilnehmer*innen bestanden 18 die Prüfung erfolgreich. Ganz besonders hat uns gefreut, dass in diesem Jahr so viele männliche Teilnehmer dabei waren.

Alle Absolventen sind hoch motiviert, um künftig im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit in Bildungseinrichtungen, Umweltschutz- oder Landschaftspflegeverbändern oder auf selbständiger Basis hochwertige Bildungsprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf Streuobstwiesen umzusetzen.
Den Streuobstpädagog*innen geht es weniger darum, bloßes Wissen zu vermitteln, denn Bildung allein reicht nicht aus, um Menschen zu nachhaltigem Handeln zu bewegen.
In ihren Veranstaltungen (vorwiegend mit Kindern) fordern sie die Sinne ihrer Teilnehmer durch Beobachten, Staunen, Fühlen, Hören und Schmecken heraus und vermitteln unvergessliche Erlebnisse, die Empathie und Verbindung zur Natur wieder herstellen.
Im Focus des neuen pädagogischen Konzeptes steht vor allem die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): zu erkennen, welche Wirkung mein Handeln und das unserer Gemeinschaft bewirkt und die gemeinsame Überlegung, was wir künftig besser machen können – ganz konkret in unserem Lebensumfeld.
Und das gelingt im praktischen Handeln – draußen in der Natur - oft besser als im Schulalltag.


